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Wie schuldet man einen Kredit um?

  • Was muss ich beachten?
  • Wann lohnt sich die Umschuldung?
  • Wer kann mir dabei helfen?

Ziel einer Umschuldung ist es, die eigene finanzielle Situation zu verbessern indem vorhandene Kredite zusammengefasst oder einzelne Kredite zu besseren Konditionen umgeschichtet werden. Um das zu erreichen, sind zunächst alle bestehenden Finanzierungen genau zu prüfen. Anschließend können Angebote für Umschuldungskredite eingeholt werden. Wir erklären Ihnen, was bei einer Umschuldung entscheidend ist und wie Sie konkret vorgehen sollten. Mithilfe unseres Rechenbeispiels können Sie zudem besser nachvollziehen, wie viel Geld mit einer Umschuldung gespart werden kann und welche Kostenfaktoren eine Rolle spielen.

Das ist bei einer Umschuldung grundsätzlich zu beachten

Einen oder mehrere Kredite umzuschulden, bietet zwei große Vorteile: Sie können bares Geld sparen und verschaffen sich gleichzeitig einen besseren Überblick über die eigenen Finanzen. Denn wenn Sie mehrere bestehende Kredite mit einem neuen Darlehen ablösen, zahlen Sie nur noch eine Monatsrate. Somit ist der Zinsaufwand geringer und Sie müssen statt mehreren unterschiedlichen Raten nur noch eine Rückzahlung im Blick behalten.

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Hinweis:
Falls Sie für einen oder mehrere bestehende Kredite eine Restschuldversicherung abgeschlossen haben, können Sie auch diese mittels Umschuldung loswerden. So senken Sie die Gesamtkosten, denn Versicherungsprämien werden über den Kredit finanziert und daher mitverzinst. Entfällt die genannte Police, sind diese zusätzlichen Kosten nicht mehr fällig.

Jeder Kreditgeber innerhalb Deutschlands muss die vorzeitige Kreditablösung gewähren – das ist gesetzlich vorgeschrieben. Ihre Bank kann jedoch eine Vorfälligkeitsentschädigung einfordern, um den Zinsverlust auszugleichen, der durch die Umschuldung verursacht wird.

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Hinweis:
Die Vorfälligkeitsentschädigung darf maximal 1 Prozent der Restschuld betragen. Sofern die verbleibende Kreditlaufzeit weniger als 12 Monaten beträgt, sind sogar nur 0,5 Prozent zulässig. Einige Kreditgeber verzichten freiwillig auf eine solche Gebühr. Was in Ihrem Fall gilt, steht in Ihrem Kreditvertrag.

Rechenbeispiel

Jede Umschuldung ist ein Einzelfall. Daher kann die Frage nach dem möglichen Sparpotenzial nicht pauschal beantwortet werden. Damit Sie dennoch besser nachvollziehen können, wie durch eine Umschuldung Geld gespart werden kann, haben wir ein Rechenbeispiel zusammengestellt. Ausgangspunkt ist ein bestehender Kredit mit einer Restlaufzeit von 36 Monaten und einem effektiven Jahreszins in Höhe von 6,0 Prozent. Die Monatsrate beträgt 350 Euro. Die Einsparmöglichkeiten durch einen neuen Umschuldungskredit mit einem Effektivzins von 4,0 Prozent zeigt die Tabelle:

Bestehender KreditNeuer Umschuldungskredit
Abzulösende Kreditsumme: 11.504,86 €
Restlaufzeit: 36 MonateLaufzeit: 36 Monate
effektiver Jahreszins: 6,00 % eff. p. a.effektiver Jahreszins: 4,0 % eff. p. a.
Monatliche Rate: 350,00 €Monatliche Rate: 339,67 €
* Hier handelt es sich um Beispiele die Unterschiede verdeutlichen sollen. Wir geben keine Garantie darauf, dass es diese Angebote so in exakter Form aktuell gibt.

 

ErgebnisBestehender KreditNeuer Umschuldungskredit
Monatsrate350 €339,67 €
Gesamtkosten für den Kredit12.600,00 €12.228,09 €
Einsparung durch die Umschuldung371,91 €
* Hier handelt es sich um Beispiele die Unterschiede verdeutlichen sollen. Wir geben keine Garantie darauf, dass es diese Angebote so in exakter Form aktuell gibt.

Berechnen Sie Ihre eigenen Umschuldungskonditionen

Geben Sie dazu einfach Ihre neuen und alten Vertragsdaten in den Umschuldungsrechner ein und berechnen Sie ihr Sparpotential!

 

So gehen Sie vor, wenn Sie einen Kredit umschulden

Prüfen Sie zunächst Ihre bestehenden Kredite
Egal, ob Sie einen einzelnen oder mehrere laufende Kredite umschulden möchten, sollten Sie diese zunächst genau prüfen. Mithilfe der jeweiligen Vertragsunterlagen können Sie sich einen Überblick über bestehende Zinssätze, die Restlaufzeit sowie die noch zu tilgende Kreditsumme verschaffen. Zudem sollten Sie sich genau informieren, welche Regelungen bei einer Umschuldung gelten (z. B. ob eine Vorfälligkeitsentschädigung zu entrichten ist oder nicht und in welcher Höhe). Kontaktieren Sie im Zweifelsfall Ihren aktuellen Kreditgeber, um vorab alle Fragen zu klären.

Unbedingt den Verwendungszweck angeben
Jede Umschuldung folgt grundsätzlich dem gleichen Prinzip: Sie beantragen einen neuen Kredit, um einen oder mehrere bestehende Kredite abzulösen. Wichtig ist, dass Sie bereits bei der Beantragung angeben, dass Sie den neuen Kredit zur Umschuldung nutzen möchten. Denn geben Sie den Verwendungszweck nicht an, geht der neue Kreditgeber davon aus, dass Sie eine zusätzliche Finanzierung benötigen. Genau das ist aber bei einer Umschuldung nicht der Fall, da das Ziel eine Verbesserung der eigenen finanziellen Situation ist.

Angebote für Umschuldungskredite einholen
Sind alle laufenden Darlehen geprüft, können Sie Angebote für die Ablösung einholen. Am einfachsten geht das über Kreditvergleichsportale. Denn dort können Sie per Rechner kostenlos ermitteln lassen, welche Kredite für Ihre Umschuldung geeignet sind. Dazu geben Sie einfach den Verwendungszweck, die Restlaufzeit, Ihre aktuelle Monatsrate sowie den effektiven Jahreszins des bestehenden Kredits ein. Anschließend wird Ihnen genau angezeigt, welche Monatsrate bei einem neuen Kredit mit günstigerem Zinssatz möglich ist und wie viel Geld Sie dadurch insgesamt sparen.

Kündigung & Abschluss des neuen Kreditvertrags
 Ist geklärt, mit welcher Kündigungsfrist bzw. zu welchen Bedingungen die bestehende Finanzierung abgelöst werden kann, können Sie den neuen Kredit für die Umschuldung beantragen. Übermitteln Sie dafür alle angefragten Unterlagen an die neue Bank. In manchen Fällen wird zudem von der Bank, bei der Sie einen laufenden Kredit kündigen, eine Ablösebescheinigung angefragt. Zudem reichen Sie eine schriftliche Kündigung ein und lassen sich den Termin bestätigen.

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Hinweis:
Viele Banken bieten für die Umschuldung einen Kreditwechselservice. Ist dies der Fall, müssen Sie sich als Kreditnehmer nicht selbst um die Formalitäten kümmern. Steht die Ablösesumme fest, terminiert die neue Bank die Umschuldung und sorgt für eine fristgerechte sowie vollständige Überweisung des Geldes an den vorherigen Kreditgeber.

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Häufig gestellte Fragen

Prüfen Sie erst Ihre bestehenden Kredite, bevor Sie das neue Darlehen für die Umschuldung beantragen. Als nächstes sollten Sie mehrere Kreditangebote einholen und nicht die erstbeste Finanzierung abschließen. Achten Sie dabei nicht nur auf den Effektivzins, sondern auch auf die Bedingungen für den neuen Kredit. Nehmen Sie außerdem nur die Kreditsumme auf, die für die Ablösung des bestehenden Darlehens benötigt wird.
Bei einer Umschuldung sind immer drei Parteien involviert: Sie selbst als Kreditnehmer, die Bank, bei der Ihr laufender Kredit besteht und der neue Kreditgeber. Wichtig ist, dass Sie sich bei Ihrem aktuellen Kreditgeber genau informieren, welche Bedingungen für eine Umschuldung gelten. Zudem müssen Sie die geltende Kündigungsfrist einhalten und eine schriftliche Kündigung einreichen - bietet die neue Bank einen Kreditwechselservice, dann entfällt dieser Schritt.
Das hängt davon ab, ob Ihr aktueller Kreditgeber für die Umschuldung eine Vorfälligkeitsentschädigung erhebt oder nicht. Da diese Gebühr jedoch durch den Gesetzgeber gedeckelt ist und maximal 1 Prozent der Restschuld betragen darf, lohnt sich eine Umschuldung meistens trotzdem.
Günstigere Zinsen, eine geringere Monatsrate und insgesamt niedrigere Gesamtkosten - kann das durch eine Umschuldung erreicht werden, lohnt sich diese. Bedienen Sie mehrere Kredite und legen diese zu einem neuen Darlehen zusammen, hat das einen weiteren Vorteil: Sie verschaffen sich durch die Umschuldung einen besseren Überblick über Ihre eigenen Finanzen.
Ja. Da Dispokredite zu der teuersten Finanzierungsart zählen, ist eine Umschuldung sogar besonders lohnenswert. Denn regelmäßig den Dispo auszuschöpfen, ist bei oft zweistelligen Zinsen auf Dauer erheblich teurer als ein normaler Ratenkredit. Zudem bietet dieser durch die vertraglich festgelegte Rückzahlung in gleichbleibenden Monatsraten mehr Planungssicherheit.

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